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Verhalten & Körpersprache

1. Verhaltensweisen eines Kaninchens ^

Ein Zwergkaninchen erklärt, was es dir mit folgenden Verhaltensweisen sagen möchte:

--> "Männchenmachen"
Ich verschaffe mir damit einen besseren Überblick über mein Revier und gelange auch an höher hängende Leckerlies.

 
--> Am Boden wälzen
Jetzt fühle ich mich "ninchenwohl".

--> Leichtes Anstupsen mit dem Näschen
So begrüßen wir uns untereinander. Stupse ich dich leicht an, dann möchte ich, dass du dich um mich kümmerst.


--> Heftiges Wegstupsen
Ich will jetzt am liebsten meine Ruhe haben und nicht (mehr) gestört werden.

--> An Gegenständen reiben
Wenn ich mich mit der Duftdrüse unter meinem Kinn an Gegenständen reibe, will ich anderen Kaninchen zeigen: "Das gehört mir".

--> Lecken mit der Zunge
Wenn wir uns mögen, putzen wir uns gegenseitig. Lecke ich deine Hand oder Kleidung ab, dann sage ich dir, dass ich dich gern hab.
Fellpflege

--> Sich ducken
Wenn ich Angst habe, ducke ich mich ganz flach und lege die Ohren an. Es kann aber auch Unterwürfigkeit gegenüber meinen Artgenossen oder auch dir ausdrücken.

--> Klopfen
Habe ich Angst oder bin wütend, klopfe ich schon mal mit den Hinterläufen. Aber auch Weibchen in Brunftstimmung klopfen manchmal.
Klopfen

--> Entspanntes Sitzen
Ich habe dabei die Ohren angelegt, die Augen geschlossen oder wippe ganz leicht nach vorne und hinten. Bitte störe mich nicht, ich ruhe gerade.  
Schlafen 

--> Seitenlage
Ich habe alle Viere von mir gestreckt, manchmal auch den Kopf auf den Boden gelegt, oder die Augen geschlossen. Bitte nicht stören! (So schlafe ich nur, wenn ich mich in meinem Gehege oder mit Menschen absolut wohl und sicher fühle)

--> Angespannte Haltung mit nach oben gestrecktem Schwänzchen
Durch diese Haltung zeige ich, dass ich aufgeregt bin. Oft sieht man mich so bei der Vergesellschaftung mit einem Gefährten, dann habe ich zusätzlich die Ohren angelegt. Dies bedeutet, dass ich Angriffsbereit bin. Richte ich aber meine Ohren nach vorne, zeige ich eher Neugierde.

--> Spielen
Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen: Durchs Zimmer flitzen, Haken schlagen, Luftsprünge machen, oder Bälle wegstupsen.
Rennen 

--> Betteln
Wir Ninchen wissen ganz genau, wie wir euch dazu bringen können, uns Futter zu geben. Wir weichen euch dafür nicht mehr von der Seite und machen auch mal Männchen. Bei unserem treuherzigem Blick könnt ihr fast nicht nein sagen...  Trotzdem solltet ihr nicht zu oft nachgeben, sonst werden wir nämlich zu dick und das schadet ja im Nachhinein mehr.
Karotten 

--> Blinddarmkot fressen
Wenn ich Blinddarmkot fresse, ist das lebenswichtig für mich, weil darin wichtige Vitamine enthalten sind. Manche Menschen finden das "eklig", aber für mich ist das ganz normal.

--> Urin verspritzen
Dieses Verhalten zeigen Kaninchenmännchen, wenn sie nicht kastriet werden. Dadurch wird von ihnen das Revier markiert.

2. Laute, die Kaninchen von sich geben ^

Kaninchen sind von Natur aus sehr stille Tiere, aber ein Irrglaube ist es, dass Zwerge überhaupt keine Laute von sich geben. Man muss manchmal nur sehr genau hinhören, um sie zu hören.
Hier erklären wir dir die wichtigsten Laute:

--> Fiepen
Ein ängstlicher Klagelaut, den ein nestjunges Kaninchen von sich gibt, wenn es Kälte und / oder Hunger verspürt.

--> Murksen
Kurze, schnell hintereinander folgende Schimpflaute. So "meckert" das Kaninchen, wenn es gegen seinen Willen beispielsweise aus dem Käfig gehoben wird.

--> Brummen
Dieser Laut ist meist vom Rammler kurz nach dem Deckakt zu vernehmen. Er drückt aber auch Paarungsbereitschaft aus.

--> Fauch- oder Knurrlaut
Drückt Abwehr und Aggression aus. Gib Acht, es kann ein blitzschneller Angriff folgen! Manchmal faucht oder knurrt das Kaninchen auch, wenn es gegen seinen Willen hochgehoben wird.

--> Kreischen
Dieser Laut ist dann zu vernehmen, wenn das Kaninchen Todesangst hat, beispielsweise, wenn es von einem Hund angegriffen wird. Es gibt dabei einen hohen, schrillen Ton von sich, womit es den "Feind" abschrecken möchte.

--> Zähneknirschen
Das ist Immer ein Zeichen von starken Schmerzen. Der Blick ist dabei matt und trüb und das Tier verhält sich apathisch.

--> Leise mahlende Geräusche mit den Kiefern
Dies ist ein Ausdruck von Wohlbehagen und oft beim Kraulen und Streicheln zu vernehmen. Man kann dies auch mit dem Fressgeräusch eines Heustängels vergleichen.
Aber der Zwerg kann damit auch Angst ausdrücken!

3. Die 5 Sinne eines Kaninchens ^

--> Hören
Die Ohrmuscheln eines Kaninchens können unabhängig voneinander gedreht, beim Putzen sogar bis zu einem Gewissen Grad nach unten bewegt.werden. Eine Ausnahme bilden Zwergwidderkaninchen, ihre Ohren sind nur sehr eingeschränkt beweglich. Zwerge hören in der Regel sehr gut, sie hören selbst Geräusche, dir wir Menschen nicht mehr vernehmen können. Auch hier sind die Zwergwidder etwas benachteiligt durch ihre herabhängenden Ohren und man nimmt an, dass sie deswegen nicht so schreckhaft und etwas ruhiger sind.

So gehst du damit um:
  • Das Kaninchen ist in der Lage, sich deine Stimme genau zu merken und kann sie von anderen Menschen unterscheiden.
  • Sehr laute Geräusche, wie beispielsweise laute Musik oder Türknallen sollten in der Nähe des Zwergs vermieden werden.

--> Sehen
Kaninchen sehen in der Ferne besser als das, was sich genau vor ihnen befindet. Da seine Augen seitlich am Kopf sitzen, hat der Zwerg nahezu einen Rundumblick, mit dem er "Feinde" besser ausmachen kann. Die Ausnahme bilden wieder die Widderkaninchen, bei denen der Rundumblick durch die herabhängenden Öhrchen etwas eingeschränkt ist. In der Dämmerung sehen Kaninchen genauso gut wie am Tag, aber sehr grelles Licht blendet sie. Das Erkennen von Farben ist eingeschränkt. Man nimmt an, dass die Tiere nur zwischen grün und rot unterscheiden können.

So gehst du damit um:
  • Langsam auf das Kaninchen zugehen, denn sonst flüchtet das Kaninchen.
  • Nie plötzlich von oben nach dem Tier greifen, denn für den Zwerg wäre das so, als habe ihn ein Greifvogel gepackt.
  • Keine zu schnellen Bewegungen machen, denn dadurch erschrickt das Kaninchen und wird ängstlich.
  • Da das Kaninchen im Nahbereich schlecht sieht, kann es dir beim Freilauf plötzlich in die Füße laufen und du es verletzen.

--> Riechen
Am besten ist bei den Kaninchen der Geruchssinn ausgebildet, denn die Nasenschleimhaut ist sehr empfindlich. Zwergkaninchen können uns Menschen auch am Geruch erkennen.

So gehst du damit um:
  • Staubiges Heu, trockene Luft und Parfüm reizen die Nasenschleimhäute des Tieres.
  • Wenn du ein anderes Tier gestreichelt hat, kann es sein, dass das Kaninchen Angst bekommt, wenn es den Geruch schnuppert.

--> Schmecken
Das Kaninchen hat einen gut entwickelten Geschmackssinn, es kann also, wie wir Menschen, zwischen süß, sauer, bitter und salzig unterscheiden. Jedoch hat sich sein Sinn für genießbare Pflanzen im Laufe der Zeit zurückgebildet.

So gehst du damit um:
  • Die meisten Zwerge sind "scharf" auf die für sie ungenießbaren Süßigkeiten. Halte diese von dem Kaninchen fern, denn davon kann es Durchfall bekommen.
  • Kaninchen können nicht erkennen, ob Zimmerpflanzen giftig sind und nagen schon mal gerne daran. Zimmerpflanzen sollten deshalb von den Tieren ferngehalten werden.

--> Tasten
Zwergkaninchen können sich mit Hilfe ihrer Tasthaare, die beidseitig im Mund-Nasenbereich, über den Augen und den den Wangen sitzen, problemlos sogar in der Dunkelheit orientieren. Im Dunkeln ertastet der Zwerg mit seinen Tasthaaren Hindernisse und kann "messen", ob ein Durchgang breit und hoch genug für ihn ist.

So gehst du damit um:
  • Nie an den empfindlichen Tasthaaren ziehen oder sie gar abschneiden!

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