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Innenhaltung

1. Die verschiedenen Haltungsmöglichkeiten ^

Bei der Haltung im Haus gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. Man kann sein Kaninchen in einem kaninchensicheren Zimmergehege, oder in einem Kaninchenkäfig halten.

Empfehlenswerter ist auf jedenfall die Haltung in einem kaninchensicheren Zimmer. Dort können sie Tiere einen 12 -, bzw. 24 - Stunden Auslauf genießen und so viel hoppeln, wie sie möchten.

Aber auch die von vielen Kaninchenhaltern abgelehnte Haltungsform der Käfighaltung kann mit den richtigen Tipps für die Tiere akzeptabel gestaltet werden. Eins steht dabei aber fest: Auch wenn der Käfig relativ groß ist, ersetzt dies niemals den Freilauf in der Wohnung.

2. Die richtige Platzierung ^

Der Ort des Kaninchenheimes muss gut ausgewählt werden.
Folgendes ist sowohl bei Käfigen, als auch Gehegen zu beachten:
  • Das Kaninchenzuhause muss vor direkter Sonneneinstrahlung und Zugluft geschützt sein.
  • Der Käfig sollte sich nicht in Fernsehnähe befinden.
  • Ein Platz, an dem ständig Hektik oder Lärm herrscht, ist ungeeignet.
  • Rauch und Lärm sollten vom Zuhause ferngehalten werden.
  • Je größer das Kaninchenheim ist, desto besser (für ein bis zwei Tiere aber mindestens 4m²)

3. Die Haltung im Käfig ^

Die Käfighaltung wird von vielen Kaninchenfans abgelehnt und hat im Allgemeinen einen schlechten Ruf. Dies liegt daran, dass in Zoohandlungen oft Käfige als Kaninchenkäfig deklariert werden, die gerade einmal 100 cm x 55 cm groß sind.

Natürlich ist ein solcher Käfig eine absolute Tierquälerei. In Zoofachgeschäften nützt man die Unerfahrenheit neuer Kaninchenhalter bewusst aus, da diese Kunden leicht dazu neigen, einen solchen Käfig zu kaufen. Schließlich sind junge  Kaninchen ja noch nicht sehr groß und so hat es den Anschein, der Käfig würde locker reichen. Vor allem, wenn man diesen ohne Einrichtung direkt vor sich stehen sieht. Dazu wird eine viel zu kleine Ecktoilette besorgt, die für das kleine Kaninchen noch locker ausreicht. Doch schon nach einem viertel bis halben Jahr stellt sich heraus, dass alle Einrichtungsgegenstände, die man mit gutem Gewissen gekauft hat, viel zu klein sind (auch die Häuschen in Zoohandlungen haben für normal große Kaninchen viel zu kleine Eingänge!) und auch der Käfig scheint regelrecht geschrumpft zu sein, denn das Kaninchen kann sich kaum mehr darin strecken!

Um dem vorzubeugen, erklären wir dir nun, wie man seinem Kaninchen die Haltung im Käfig so gut gestaltet, dass es sich mit genügend Auslauf im Zimmer wohl fühlt.

Bei der Käfighaltung sollte das Kaninchen mindestens zwei Stunden Auslauf im Zimmer bekommen!


Der richtige Kaninchenkäfig

Kaninchen sind sehr bewegungsfreudige Tiere, daher sollten ein bis zwei Tiere mindestens 4m² Platz haben. Ein Käfig mit den Maßen von 100 cm x 55 cm hat aber gerade einmal eine Größe von einem halben m². Daher ist eigentlich auch ein Großraumkäfig mit dem Maßen 155 cm x 75 cm noch etwas klein. Hier kann man aber am ehesten einmal beide Augen zudrücken.

Je größer der Käfig, desto besser!

Wir empfehlen dir einen platzsparenden, mehrstöckigen Käfig, denn dieser bietet ausreichend Fläche. Übrigens braucht man keine Angst zu haben, dass die Tiere entweder nicht nach oben gehen oder herunterfallen könnten. Kaninchen lieben es, auch einmal einen Aussichtspunkt zu haben. Es kann schon einmal vorkommen, dass das Tier sich ungeschickt anstellt und herunterfällt. In der Regel passiert dabei aber aus dieser Höhe nichts.

Tipp:
Es ist übrigens zu empfehlen, dass auf allen Stockwerken ausreichend Heu und Wasser zur Verfügung steht, falls aus irgendwelchen Gründen einmal der Weg von oben nach unten oder umgekehrt versperrt ist!

Doppel-, oder mehrstöckige Käfige gibt es übrigens komplett zu kaufen. Man benötigt daher weder handwerkliches Geschick, noch viel Zeit zum Aufbauen und hat schnell einen schönen Kaninchenkäfig (vielen Dank an Myriam für die Bereitstellung der Bilder und die guten Tipps!):

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Tipp:
Wenn der Kaninchenkäfig auf dem Boden steht, kann man noch ein sicheres Auslaufgitter um den Ausgang stellen und einen alten, rutschfesten Boden (oder Teppich) als Schutz auf den Boden legen. So haben die Tiere mehr Freiraum:


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Daran erkennt man einen guten Kaninchenkäfig:
  • Die Kunststoffschale des Käfigs ist gerippt, sodass das Kaninchen nicht so sehr mit den Pfoten rutscht.
  • Die Gitterstäbe sind verzinkt, denn ansonsten könnte es zu Gesundheitsschäden kommen, wenn sich die Gitter beim Nagen abnutzen.
  • Der Käfig hat an der Seite eine Öffnung, wo man die Kaninchen herausspringen lassen kann.
  • Die Klappe oben ist groß genug, damit der Käfig bequem gereinigt werden kann.

Käfige selber basteln

Einen Käfig komplett selbst zu bauen, ist eine Alternative, die überlegt werden sollte. So hat man einen Käfig der genau auf die jeweilige Wohnsituation abgestimmt und zugeschnitten ist. Zudem ist ein selbst gebauter Käfig viel preiswerter und schöner. Voraussetzung ist allerdings, dass man genügend Zeit und handwerkliches Geschick mitbringt.
Anregungen für Innenkäfige kann man sich im Internet holen:

Achtung:
Auch ein selbst gebauter Käfig muss oben geschlossen (vergittert) sein. Kaninchen können bis zu 1,20 m hoch springen!


Einrichtungsgenstände für den Käfig:

-->Käfigeinstreu:

In Zoohandlungen wird oft Kleintierstreu aus gepressten Holzspänen angeboten. Diese sollte aber nicht verwendet werden, da es dadurch zu Niesen oder zu einer Bindehautentzündung / Nasenschleimhautentzündung beim Kaninchen kommen kann. Zudem halten sich Staub und Haare besonders gut in dieser Einstreu, oder die Streu bleibt im Fell langhaariger Tiere hängen. Auch von Altpapierpellets oder gar Zeitungspapier als Unterlage ist wegen der ungesunden Druckerschwärze abzuraten. Genauso ungeeignet ist Heu, da dies schnell verdirbt, wenn es dreckig wird.

Achtung:
Kleintierstreu mit Zitronengeruch o.ä. ist absolut tabu, weil Zwergkaninchen ein empfindliches Näschen haben!

Wir empfehlen daher z.B. Stroh oder Hanfpellets.

Die Pellets sind zwar etwas teuerer, aber wesentlich besser. Sie können von den Kaninchen ohne Bedenken gefressen werden (was aber nur selten vorkommt. Sie sollten mehrere Zentimeter hoch eingestreut werden und über diese Schicht sollte noch eine Lage Stroh gelegt werden, sodass Flüssigkeit und Kötel nach unten durchfallen. So bleibt die Oberfläche schön sauber und die Tiere müssen nicht im Schmutz liegen.

Das Stroh ist ein gutes Knabbermaterial, das zudem die Zähne pflegt und das Kaninchen mit Mineralstoffen versorgt.
So erkennt man gutes Stroh:
  • Das Stroh sieht schön goldgelb aus.
  • Das Stroh riecht frisch und ist trocken, aber nicht staubig.
  • Im Stroh befinden sich keine Käfer oder andere Kleintiere.

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-->Toilette und Einstreu:

Als Toilette empfiehlt sich eine Katzentoilette, da diese so groß ist, dass das Tier darin auch einmal gemütlich sitzen oder sich putzen kann. Manche Tiere schlafen auch gerne in einer frisch gereinigten Toilette.

Bei Katzentoiletten ist der Rand relativ hoch. So kann das Kaninchen auch buddeln, ohne dass die Einstreu gleich herausfällt. Manche Katzentoiletten haben zudem einen aufsteckbaren nach innen gebogenen Rand, der verhindert, dass Einstreu herausgebuddelt werden kann.

Wir raten dir bei der Einstreu zu speziellen Maispellets, da sie eine bessere Saugfähigkeit haben und nicht so leicht zerfallen wie normale Strohpellets. Sie sind sehr gut für Kaninchen geeignet, da sie diese ohne Bedenken fressen dürfen (was auch eher selten vorkommt).


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Achtung:
Katzenstreu kann für Kaninchen gefährlich werden, wenn die Tiere die Einstreu fressen, denn diese kann sich im Magen verklumpen. Daher sollte Katzenstreu nicht in Kaninchenkäfigen verwendet werden.

Hinweis:
Ecktoiletten werden in vielen Zoofachgeschäften angeboten, wir würden dir aber vom Kauf abraten. Junge Kaninchen passen zwar noch hinein, aber wenn das Tier wächst, wird diese Toilette schnell zu klein. Es muss also bald eine neue Toilette besorgt werden. Daher am besten gleich eine größere Katzentoilette kaufen, so spart man auch die Kosten für eine doppelte Anschaffung!

-->Trinkflasche oder Trinknapf:

Trinkflaschen gibt es in zwei Varianten. Sie werden mit oder ohne Kugel angeboten. Mit beiden haben wir bisher keine guten Erfahrungen gemacht. Entweder, es kommt fast kein Wasser, sodass sich das Kaninchen zum Trinken sehr anstrengen muss, oder es kommt zuviel Wasser, sodass gleich der ganze Käfig nass wird.

Die bessere Alternative ist daher der Trinknapf. Dieser entspricht außerdem eher der natürlichen Haltung des Kaninchens (eine waagrechte Kopfhaltung beim Trinken aus einer Trinkflasche ist unnatürlich). Er sollte aus Ton sein, da er dann schwerer ist und nicht so leicht umgeworfen werden kann. Ideal ist auch ein Trinknapf mit gebogenem Rand. Hier kann das Wasser nicht so leicht überschwappen.

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Hinweis: 
Das Wasser muss, egal ob bei Trinknapf oder Trinkflasche, täglich ausgetauscht werden!

-->Futternapf:

Der Futternapf sollte am besten schwer und aus Porzellan sein, sodass er nicht umfällt und sich leicht reinigen lässt. Bei jungen Tieren empfiehlt es sich einen kleineren Fressnapf zu verwenden, sodass diese nicht hineinspringen und ihr Futter beschmutzen.

Fressnapf (Bild konnte nicht angezeigt werden)

Hinweis: 
Jedes Tier braucht seinen eigenen Napf.


-->Heuraufe:

Heuraufen gibt es in 2 Varianten: Außenraufen und Innenraufen. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

Die Außenraufe nimmt im Käfig keinen Platz weg und lässt sich leichter befüllen. Allerdings müssen die Tiere den Kopf verdrehen, um an das Heu zu kommen, da die Gitterstäbe des Käfigs meist waagrecht angebracht sind. Zudem führt der geringe Abstand der Gitterstäbe dazu, dass das Heu schwerer zu erreichen ist.

Die Innenraufe hat einen breiteren Abstand zwischen den Stäben, die Tiere können so auch einmal richtig das Näschen ins Heu stecken. Negativ ist, dass die Raufe Platz im Käfig weg nimmt und von den Kaninchen heruntergerissen werden kann.

Innenraufe (Bild konnte nicht angezeigt werden)

Achtung:
Eine Innenraufe darf nur verwendet werden, wenn die Tiere nicht hineinspringen!

Hinweis
Die Heuraufe wegzulassen und das Heu so in eine Ecke zu legen, ist nicht besonders empfehlenswert. So wird das Heu niedergetrampelt und wenn es nass wird, verdirbt es schnell.


-->Mineralleckstein:

Achtung:
Oft wird (aus Unwissenheit) verbreitet, dass ein Mineralleckstein für Kaninchen notwendig ist, um diese mit allen lebenswichtigen Nährstoffen zu versorgen. Tatsache ist, dass er bei richtiger Ernährung völlig überflüssig ist. Er kann für das Tier sogar gefährlich werden, wenn es daran nagt oder den Leckstein sogar ganz verzehrt. Also besser die Finger davon lassen...

-->Häuschen

Ein Häuschen gehört in jedes Ninchenzuhause. So haben die Tiere auch einmal die Möglichkeit, sich zurückzuziehen. Das Häuschen sollte so groß sein, dass das Tier problemlos hinein kommt. Je mehr Tiere du hältst, desto größer muss das Häuschen sein. Von Häuschen aus Plastik raten wir ab, da diese weder fest stehen, noch können die Tiere auch einmal daran nagen. Werden mehr als zwei Tiere gehalten, ist es ratsam, eine weitere Unterschlupfmöglichkeit zu schaffen.

Tipp:
Ein Häuschen mit "Flachdach" kann sowohl als Versteck, als auch als toller Aussichtspunkt verwendet werden.

Ein Häuschen im Käfig sollte zwei Eingänge besitzen.

Hinweis
In Zoofachgeschäften werden meistens nur ganz kleine Häuschen aus Holz angeboten, die nicht mal für ein normal großes Kaninchen ausreichend sind. Sie sehen zwar meistens schön aus, sind aber keine gut überlegte Anschaffung. Man wird dazu verleitet, diese zu kaufen, wenn man noch ganz junge Kaninchen hat, die offensichtlich problemlos hineinpassen. Wenn die Kaninchen allerdings größer und älter werden, ist es ihnen oft nicht mal mehr möglich, durch den viel zu kleinen Eingang zu schlüpfen. Daher empfehlen wir dir, das Häuschen entweder von Anfang an genügend groß zu kaufen, oder es mit ein wenig handwerklichem Geschick selbst anzufertigen.

4. Die Haltung in einem kaninchensicheren Zimmer ^

Die Haltung in einem kaninchensicheren Zimmer ist die beste Möglichkeit bei der Innenhaltung, vor allem, wenn man eine ganze Kaninchengruppe zu Hause hält. Hier können die Kaninchen so viel hoppeln, wie sie möchten und sich richtig ausbreiten.

Bei dieser Haltungsform kann man in das Kaninchenzimmer zusätzlich noch einen Käfig mit allen nötigen Einrichtungsgegenständen stellen. Dann können die Kaninchen auch im Käfig relaxen und buddeln und sie springen in den Käfig, um die Toilette zu benutzen und zu fressen. So bleibt das Zimmer sauberer. Welcher Käfig das sein soll und wie er eingerichtet werden sollte, erfährst du weiter oben.

Tipp:
Wer seine Kaninchen nicht 24 Stunden im Zimmergehege lassen möchte, kann den Käfig im Gehege auch dazu nutzen, die Kaninchen über Nacht dort unterzubringen. Alle Einrichtungsgegenstände, wie z.B. die Toilette, bleiben immer im Käfig. Auch wir von der Hoppelbande bevorzugen diese Möglichkeit. Die Kaninchen gewöhnen sich schnell daran und hoppeln abends freiwillig in den Käfig, wo sie ihr Abendessen bekommen und der Käfig dann geschlossen wird. Umso mehr freuen sie sich am nächsten morgen, nach dem Frühstück im Käfig wieder im Zimmer hoppeln zu dürfen. Diese Möglichkeit funktioniert allerdings nur, wenn man nicht mehr als zwei Tiere besitzt, denn mit mehreren würde es im Käfig zu eng werden. Einige könnten nun einwenden, Kaninchen seien dämmerungsaktive Tiere und brauchen gerade dann Bewegung wenn sie eingesperrt werden. Richtig! Aber mit der Zeit passen sich die Kaninchen aber an den Rhythmus ihrer Halter an.

Am wichtigsten ist es, dass das Zimmer, in dem die Kaninchen leben, komplett kaninchensicher eingerichtet wird. Kaninchen nagen außerdem alles an, was ihnen in die Quere kommt. Alles, was heil bleiben soll, sollte entweder aus dem Zimmer geschafft, oder richtig geschützt werden.
Und so geht`s:
  • Sämtliche Kabel müssen außer Reichweite gebracht werden.
  • Die Kanten von Schränken o.ä., die im Zimmer bleiben sollen, müssen mit unbehandeltem Holz verkleidet werden. 
  • Auch Fußbodenleisten werden angenagt, daher sollten sie verkleidet oder entfernt werden. 
  • Da Kaninchen unter Umständen auch die Wand (besonders hinter dem Käfig, der an der Wand steht) verschmutzen könnten, muss auch diese geschützt werden.
  • Raumbegrenzungen müssen mindestens 1,20 Meter hoch sein, damit sie nicht von Kaninchen übersprungen werden können.
  • Der Boden sollte nicht zu glatt sein, damit sich die Kaninchen nicht verletzen. Am liebsten laufen und hoppeln die Kaninchen auf Teppichen, Laminatboden ist eher nichts fürs Kaninchenzimmer. Man kann über den Laminatboden aber einen billigen PVC Boden legen.
Unser Zimmergehege als Beispiel:

Wir möchten dir anhand unseres Geheges zeigen, wie man ein Zimmer komplett Kaninchensicher und kaninchengerecht einrichten kann. Du kannst dir von unseren Bildern und Tipps vielleicht ein paar Anregungen für dein Zimmer holen.

-->Zuerst ganz allgemein gibts einen Überblick, wie unser Zimmer aussieht und eingerichtet ist:

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-->Beschreibung von vorne gesehen (linkes Bild):

Ganz hinten rechts haben wir den großen Käfig mit extra hoher Unterschale platziert.

Für den Ausgang aus dem Käfig einfach ein Handtuch über die Gitterstäbe legen und gut befestigen. So können die Häschen bequem heraus und hinein hüpfen ohne am Gitter hängen zu bleiben. Damit die Gitterstäbe des Käfigs auch waagrecht liegen, haben wir einfach einen passenden Holzklotz darunter geschoben:

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In die linke Ecke wurde der rote Rascheltunnel aus Stoff gelegt, der bei Kaninchen besonders beliebt ist.
 Rascheltunnel gibt es in Onlineshops zu kaufen: Links » Onlineshops

Vor dem Käfig steht unser selbst gebasteltes Häuschen, an dem wir in der vorderen Ecke einen Holzpfosten angeschraubt haben, um die Handtücher mit Wäscheklammern über dem Häuschen und daneben zu befestigen:

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Wie man ein solches Häuschen baut: Bauanleitungen » 2. Häuschen

Vor dem Häuschen liegt ein alter Teppich, der gerne zum Putzen und Schlafen genutzt wird:

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In der ganz hinteren, rechten Ecke steht ein Knabberbaum, an dem mit einem Zweig eine Futterkugel gehängt wurde.
So baust du einen Knabberbaum: Bauanleitungen » 4. Knabberbaum

In der Mitte des Zimmers haben wir einfach eine blaue Katzentoilette mit Heu gefüllt. Diese lädt zum ausgiebigem Dinner! (sollte aber nur bei stubenreinen Tieren so gemacht werden)

Zwischen Häuschen und Abtrennung kann man eine Leckerchenleine befestigen:

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Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten: Beschäftigung

-->Abtrennung des Geheges:

Wir haben das Gehege im Zimmer mit Spanplatten vor der Türe so abgetrennt, dass die Tiere einerseits nicht an der Tür nagen können, und andererseits nicht die Gefahr besteht, dass vielleicht ein Kaninchen vor der Tür liegen könnte
Ein anderer Vorteil dieser Methode ist es, dass man in das Zimmer eintreten kann, ohne gleich im Gehege direkt zu stehen und die Tiere zu stören. Man kann die Kaninchen von außerhalb beobachten und die Zimmertür ohne Probleme geöffnet lassen.

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In die Abtrennung haben wir eine extra Tür mit Scharnieren eingebaut. Die Tür kann man durch einen Riegel oben schließen und sie wird von einem kleinen Rad unten aufgeschoben:

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Nutzt man dagegen das ganze Zimmer, findet sich kein Platz, wo man beispielsweise das Futter in Kaninchennähe unterbringen könnte. Bei uns wird es in dem Raum zwischen der Zimmertür und Gehegeabtrennung in einem Schrank hinter der Zimmertür untergebracht und auf der anderen Seite in der Ecke verstaut, was ganz praktisch ist:

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-->Schutz vor dem ewigen Nagen :-) :

Damit die Möbel, die du aus unterschiedlichen Gründen nicht aus dem Zimmer transportieren möchtest, auch heil bleiben, kann man die Kanten mit Holz verkleiden.

Wir haben beispielsweise einen langen Schrank auf einer Zimmerseite stehen gelassen und die untere Kante mit einer Holzlatte geschützt:

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Außerdem haben wir im ganzen Raum, besonders um die Wand vor Verschmutzungen und die Fußbodenleisten vor dem Nagen zu schützen, längliche Holzbalken sicher angebracht, wie man im ersten Gehegebild erkennen kann. Alternativ kann man die Fußbodenleisten natürlich auf abmontieren.

Weitere Einrichtungsmöglichkeiten gesucht?

Du benötigst noch weitere Beschäftigungsmöglichkeiten und Gegenstände für die Gestaltung des Zimmers?
Beschäftigung » 3. Beschäftigungsgegenstände
Beschäftigung » 4. Spiellandschaft im Zimmergehege

5. Das Problem mit dem Nagen ^

Zwergkaninchen sind begeisterte Nager. Vor allem beim Freilauf in der Wohnung kann das problematisch werden, wenn das ansonsten so niedliche Haustier plötzlich Möbel annagt, oder Zeitschriften und Kleidung zerfetzt.

Falls dein Kaninchen beim Freilauf etwas annagt, was es nicht darf, hilft nur ein bestimmtes "Nein!" oder auch ein in die Hände klatschen. Hört das kleine Kaninchen, das plötzlich zu einem großen Nagemonster geworden ist, nicht und nagt weiter, sollte man es an eine andere Stelle setzen (aber bitte nie anschreien!).

Trotzdem wird sich das Tier nie ganz davon abhalten lassen, Möbel anzuknabbern, denn es handelt sich hier um einen Trieb der Hauskaninchen, der ihnen von den Wildkaninchen geblieben ist. Es hilft nur, dem Kaninchen im Käfig genügend Zweige zum Nagen anzubieten, dann muss beim Freilauf seltener die Einrichtung dran glauben.
 
Oft hört man, dass entweder ein spezielles Anti-Knabber-Spray, oder Essigessenz die Kaninchen davon abhalten sollen, sich an den Möblen zu schaffen zu machen. Ob diese Methoden Wirkung zeigen, sei allerdings dahingestellt und es kann auch von Kaninchen zu Kaninchen unterschiedlich sein. Aus eigener Erfahrung können wir aber berichten, dass zumindest die Essigessenz Kaninchen langfristig nicht vom Nagen an Möbeln abhält.

Kaninchen, die genügend Zweige zum Knabbern bekommen, nagen seltener an der Wohnungseinrichtung!

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