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Ernährung

Über die Ernährung von Kaninchen gibt es keine Untersuchungen, daher werden immer nur Erfahrungen wiedergegeben. Jedoch sind diese von Tier zu Tier verschieden. Die Fütterung ist außerdem vom Zweck der Kaninchenhaltung abhängig: Kaninchen für die Fleischindustrie bekommen anderes Futter, als Kaninchen in Heimhaltung.

Sicher jedoch ist, dass es am besten ist, die Ernährung an die natürliche Ernährung von Wildkaninchen anzulehnen. In der freien Natur sprießen sicher keine Drops auf den Wiesen, und Karrottis wachsen ebenfalls nicht aus dem Boden. Allerdings wollen auch solche Hersteller ihre Produkte verkaufen und versuchen daher, den Kunden von der Gesundheit und Notwendigkeit ihrer Produkte zu überzeugen, meist mit schön gestalteten, bunten Verpackungen. Daher geben diese für die Ernährung andere vermeintlich richtig Regeln vor, die dem Kaninchen aber im Endeffekt mehr schaden als nützen.
Mehr über das Leben von Wildkaninchen: Gut zu wissen... » 4. Von Wildkaninchen zum Hauskaninchen

1. Die Verdauung des Kaninchens ^

Kaninchen haben einen dünnwandigen Magen und einen langen Darm, der keine Peristaltik aufweist. Die Verdauung von
Kaninchen funktioniert daher nur, wenn das Tier ständig frisst und dabei viel Rohfaser aufnimmt. Dieses faserreiche Futter wird in ihrem extrem großen Blinddarm verdaut. Die Mahlzeiten müssen über den ganzen Tag verteilt werden, nach dem Prinzip: oben rein, unten raus.

Kaninchen sind in der Lage, nahezu alle Nährstoffe, die sie brauchen, aus dem Heu zu bekommen, Vitamine
synthetisieren sie in ihrem Blinddarm und nehmen diese mit dem sogenannten Blinddarmkot wieder auf. Sie können somit Vitamin C speichern.

2. Allgemeine Fütterungsregeln ^

  • Regelmäßig füttern.
  • Immer abwechslungsreich füttern.
  • Heu und Trinkwasser darf nie fehlen.
  • Zweige zum Abnutzen der Nagezähne sollten nicht fehlen.
  • Grün- und Saftfutter nur frisch und sauber verfüttern.
  • Grün- und Saftnahrung aus dem Supermarkt gut abwaschen.
  • Mit Pestiziden behandeltes Futter nicht füttern.
  • Kein nasses Futter verfüttern.
  • Futterreste spätestens am nächsten Morgen entfernen.
  • Nie schimmliges, welkes, stark mit Schadstoffen belastetes, oder verschmutztes Futter geben.
  • Schokolade, Kekse und Kuchen sind für Kaninchen absolut verboten.
Hier zusammenfassend eine Nahrungspyramide, die veranschaulichen soll, wie viel man vom jeweiligen Futter füttern sollte:

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3. Kaninchens "Menuekarte" ^

Dieser Speiseplan ist nach unserer Erfahrung besonders für neue Kaninchenhalter als Anhaltspunkt hilfreich.
Mit der Zeit bekommst du jedoch ein Gefühl dafür, wie du dein Kaninchen fütterst. Du musst dich nicht unbedingt genau an diesen Plan halten:

Morgens 1 Hand voll Trockenfutter oder getrocknete Pflanzen (Karotten, Petersilie usw)
Mittags /Nachmittags Dein Kaninchen benötigt mittags nichts. Es wird die meiste Zeit schlafen.
Abends Frisches Grünfutter (Karotten, Blätter, Feldsalat usw)
Täglich Frisches Wasser und Heu
Wöchentlich Frische Zweige
Zwischendurch 1/8 Stück Apfel, Birne oder eine kleine (Wald-)erdbeere

Hinweis:
An wärmeren Tagen empfiehlt sich energieärmere Kost, im Winter bei Außenhaltung ist genau das Gegenteil nötig. Die Tiere brauchen dann reichhaltigere Kost.

4. Heu - Die Hauptnahrung ^

Heu ist die Hauptnahrung für das Zwergkaninchen und muss ihm immer zur Verfügung gestellt werden. Es enthält wichtige Nährstoffe, die für deren Verdauung unersetzlich sind. Außerdem ist es wissenswert, dass das Heu nicht dick macht, und man dem Kaninchen daher ohne schlechtes Gewissen so viel Heu anbieten sollte, wie es benötigt. Also nicht vergessen: Die Raufe muss immer mit frischem Heu gefüllt sein!

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Achte beim Kauf von Heu auf folgende Qualitätsmerkmale:
  • Das Heu sollte Kräuter und verschiedene Gräser mit Blättern und Blüten enthalten. In einigen Internetshops wird sogar schon Heu mit Karotten oder anderen Zusätzen angeboten. Für Zwischendurch eine willkommene Abwechslung...
  • Das Heu darf nicht zu fein und staubig sein, sondern sollte dicke Stängel enthalten (so werden die Zähne gut abgenutzt).
  • Das Heu sollte nicht gelblich sondern schön grün sein.
  • Es sollte einen angenehmen Duft haben.
  • Sehr wichtig ist, dass das Heu nicht von chemisch behandelten Wiesen stammt.

Achtung:
Beschmutztes Heu auf dem Käfigboden musst du unbedingt aus dem Käfig entfernen, denn sonst beginnt es, unangenehm zu riechen und es entstehen Krankheitserreger. Altes Heu sollte regelmäßig aus der Raufe entfernt werden. Merkst du, dass dein Kaninchen sehr wählerisch geworden ist, kontrolliere zuerst die Qualität des Heus. Wenn es einwandfrei ist, lasse es einfach etwas länger als üblich im Käfig.

5. Grün- und Saftnahrung ^

Auch in der freien Wildbahn ernähren sich Kaninchen hauptsächlich von frischen Gräsern, Kräutern und Blättern. Deshalb sollten Kaninchen auch bei der Haltung als Haustier frisches Grünzeug bekommen. Diese Nahrung enthält außerdem wichtige Nährstoffe und Vitamine. Wer abwechslungsreiche Kost bietet, kann auf die Fütterung von Trockenfutter komplett verzichten.

Achtung:
Nicht alle Kaninchen vertragen das selbe Grünfutter! Sollte Durchfall auftreten, muss dieses sofort abgesetzt werden.

Wir stellen dir hier einige Pflanzen vor, die du füttern kannst:

-->  Futterpflanzen:
  • Bärenklau
  • Gänseblümchen
  • Huflattich
  • Junge Brennesseln (etwas anwelken lassen!)
  • Kleegras (nur wenig, verursacht Blähungen!)
  • Löwenzahn(blätter) (nicht zu viel, kann Blasenentzündung hervorrufen!)
  • Luzerne
  • Melde
  • Obstbaumblätter
  • Schafgarbe
  • Spitz- und Breitwegerich
  • Waldhimbeeren, -erdbeeren, -brombeeren (nur junge Blätter!)
  • Wicke
  • Wiesengras (besonders junge Halme)
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--> Obst:
  • Apfel
  • Birne
  • Erdbeere
  • Himbeere

Hinweis:
Obst sollte nur in geringen Mengen und als "Leckerlie" für zwischendurch verfüttert werden.

--> Gemüse:
  • Broccoli
  • Chicoree
  • Endivien
  • Feldsalat
  • Fenchel
  • Maiskolben (kalorienreich! / am besten trocknen)
  • Karotten
  • Radieschen (nur Blätter!)
  • Rettich (nur Blätter!)
  • Sellerieknollen
  • Sojabohnen
  • Spinat
  • Stangensellerie
  • Zichorie (Zuckerhut)

Achtung:
Kaninchen bekommen auf alle Kohlsorten schnell Blähungen!

--> Kräuter:
  • Junge Brennesselblätter (etwas anwelken lassen!)
  • Bohnenkraut
  • Dill
  • Kamille
  • Kerbel
  • Liebstöckel
  • Majoran
  • Petersilie
  • Salbei
Mehr über die Wirkung von Kräutern: 11. Kräuterkunde

Tipp:
Vieles davon lässt sich auch getrocknet verfüttern, wie beispielsweise Löwenzahnblätter, die Blätter eines Obstbaumes, Brennesselblätter oder Karottenscheibchen. 
Falls du keinen eigenen Garten und die Möglichkeit zum Trocknen hast, kannst du getrocknetes Futter auch im Internet bestellen.

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In Onlineshops gibt es getrocknetes Futter zu kaufen: Links » Onlineshops.

6. Trockenfutter ^

Ein Kaninchen benötigt bei ausgewogener Ernährung kein Trockenfutter, auch wenn dies Futterhersteller ganz anders sehen. Frisches Heu, Obst und Gemüse, sowie beispielsweise getrocknete Blätter reichen durchaus für eine gesunde Ernährung. Oft wirkt sich zu viel Trockenfutter bei den Tieren ohnehin negativ auf die Gesundheit aus und macht schnell dick.

Stärke und zuckerhaltiges Futter (oft auch in Drops, Knabberstangen, usw. enthalten) senkt beim Kaninchen den PH-Wert der Darmflora und führt bei übermäßigen Verzehr über einen längeren Zeitraum sogar zu einer Schädigung des Darms. In vielen Trockenfuttervarianten ist außerdem Getreide enthalten, das sehr schnell dick macht. Auch wenn man kein Getreide im Futter erkennen kann, kann trotzdem gemahlenes Getreide enthalten sein!

Bei einer normalen Futtermischung wäre außerdem anzumerken, dass viele Kaninchen am liebsten die dickmachenden und ungesunden Sachen aus dem Napf fressen und Gesundes liegen lassen.

Auch Zahnprobleme können eine Folge ungesunder Ernährung sein. Grund dafür sind unter anderem folgende Zutaten, die auf den Futterpackungen der Zoofachgeschäfte nachzulesen sind:

Zutaten: Zucker (5%), Getreide (13%) ...

Dies liest man auf vielen Verpackungen. Solches Futter schädigt auf längere Sicht den Darm des Kaninchens.

Möchtest du bei der Ernährung deines Kaninchens nicht ganz auf Trockenfutter verzichten, empfehlen wir dir das Trockenfutter von "Bunny". Dieses wird auch in vielen Tierarztpraxen angeboten und ist entgegen der Meinung mancher Kaninchenhalter auf jeden Fall empfehlenswert und gesund. Auch für Kaninchen mit empfindlichem Darm ist dieses Futter sehr zu empfehlen:

Bild kann nicht angezeigt werden "Bunny Grüner Traum plus"

Eine andere Alternative sind die sogenannten Heucobs, die man in vielen Onlineshops erhalten kann. Sie bestehen aus gepresstem, grob geschnittenem Heu:

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Willst du deinem Kaninchen kein Trockenfutter mehr geben, dann ist es wichtig, das Trockenfutter nicht von einen Tag auf den nächsten ganz abzusetzen. So wie die Umstellung auf neues Futter, muss auch die Abgewöhnung von Trockenfutter langsam und schrittweise (über ca. 4 Wochen) erfolgen. Wird das Trockenfutter zu schnell abgesetzt, kommt es häuftig zu Durchfall oder Blähungen, da der Darm durcheinanderkommt.
Mehr zum Thema Futterumstellung: 10. Futterumstellung

Die Abgewöhnung von Trockenfutter muss auch, wie die Umstellung auf neues Futter, langsam und schrittweise erfolgen!

7. Knabberkost ^

Kaninchen sind zwar keine Nagetiere, trotzdem nagen sie sehr gerne an frischen Zweigen. Stellt man ihnen diese nicht zur Verfügung, müssen oft ersatzweise die Möbel herhalten. Auch zur Abnutzung der ständig nachwachsenden Zähne sollten so oft wie möglich frische Zweige angeboten werden.

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Du kannst deinem Kaninchen folgende, unbehandelte Zweige anbieten:
  • Haselnuss
  • Buche
  • Erle
  • Weide
  • Linde
  • Ahorn
  • Esche
  • Obstbäume

Hinweis:
Dünne Zweige werden oft ganz verzehrt, bei dickeren Ästen wird nur die Rinde abgenagt. Knabberkost aus der Zoohandlung ist oft nicht so gesund wie auf der Packung beschrieben. Deshalb lieber darauf verzichten!

8. Leckereien zur Belohnung ^

Grundsätzlich ist nicht viel von den Leckereien aus der Zoohandlung zu halten, denn es sollte eine gesunde Ernährung bevorzugt werden.

All diese Leckereien enthalten Zucker, Getreide, Milch oder Ähnliches. Dieses Futter senkt beim Kaninchen den PH-Wert der Darmflora und führt bei übermäßigen Verzehr zu einer Schädigung des Darms. Deshalb sollten die Leckereien trotz der auf der Packung stehenden regelmäßigen Fütterungsempfehlung nur selten, oder am besten gar nicht verfüttert werden.

Als gesunde Alternative kannst du deinem Kaninchen beispielsweise Karottenscheiben, ein Stückchen Feldsalat, oder anderes Grünfutter, das es bevorzugt, zur Belohnung anbieten. Beachte aber, dass nicht alle Kaninchen das gleiche Frischfutter vertragen. Bekommt dein Tier Durchfall, sofort absetzen! Ist dein Kaninchen nicht an Frischfutter gewöhnt muss die Umstellung langsam erfolgen.
Mehr zum Thema Futterumstellung: 10. Futterumstellung



9. Dick, dicker, Diät ^

Die Fütterung eines Kaninchens sollte an jedes Tier individuell angepasst werden. Mit der Zeit wirst du selbst Erfahrungen bei der Fütterung deines Zwerges sammeln. Wie viel und was ein Tier bekommt, kann aber auch von der momentanen Situation abhängen. Wenn du gerade zwei Kaninchen zusammenführst, können sie mit mehr Futter ernährt werden, da sie wegen der Revierkämpfe mehr Bewegung bzw. Stress haben.

Besonders viele Zwergwidderkaninchen leiden daran, dass sie sehr schnell zunehmen und nur schwer abnehmen können. Doch dies ist erblich bedingt und man kann diese Fettleibigkeit durch eine gesunde Ernährung einschränken.

Viele Kaninchenhalter geben ihrem Liebling mal hier, mal dort ein etwas ungesünderes Leckerchen, weil man den treuherzigen Äuglein und dem dauerndem Betteln nur schwer Widerstand leisten kann. Man sollte sich aber dann nicht wundern, wenn das Kaninchen langsam immer breiter wird. Schon bald stellt sich die Frage:

Ist mein Kaninchen zu dick oder ist das nur das Fell?

Wie schwer ein Kaninchen werden darf ohne als dick zu gelten, kann man nur schwer beantworten. Dies ist abhängig von der Größe des Kaninchens. Manchmal sieht man dem Kaninchen auch nicht an, dass es zu dick ist, da das lange Fell den  eventuellen Speck verdeckt.

Fühlt man beim Abtasten des Kaninchens "Schwimmreifen" oder hat das Kaninchen ein "Doppelkinn", ist eine Diät unbedingt notwendig. Besonders wenn das Kaninchen flach auf dem Bauch liegt, sieht und fühlt man ob es zu dick ist, wenn der Bauch als große, ründliche Wölbung an beiden Seiten hervortritt.

Fühlt sich das Tier im Gegenzug knochig an und die Wirbelsäule ist auf dem Rücken erkennbar, wiegt das Tier eindeutig etwas zu wenig und es darf ruhig noch etwas zunehmen.

Sollte dein Kaninchen einmal zu dick werden, darfst du auf keinen Fall die Fütterung ganz einstellen, denn dies wäre lebensgefährlich. Kaninchen haben einen sogenannten "Stopfmagen" und müssen immer mindestens Heu (und Wasser) zur Verfügung haben. Die ideale Diät besteht daher darin, deinem Kaninchen 1 - 3 Tage nur Heu und Wasser geben.

Empfehlenswert ist auch eine Absprache mit dem Tierarzt. So können Fütterungsfehler aufgedeckt und an einer optimalen Ernährung gearbeitet werden.

Bei zu dicken Zwergkaninchen darf die Fütterung niemals ganz abgesetzt werden!

10. Futterumstellung ^

Man kann gar nicht oft genug betonen, dass jede Futterumstellung langsam und schrittweise erfolgen muss. Viele Kaninchenhalter füttern gleich zu Beginn zu viel vom neuen Futter. Dabei wird der Darm stark belastet und die Folge davon ist oft Durchfall.

Eine Futterumstellung muss immer langsam durchgeführt werden. Anfangen solltest du mit kleinen Häppchen beginnen und dann die Menge Tag für Tag steigern. Füttere aber nie nasses Futter, denn davon bekommt dein Kaninchen, das im Haus gehalten wird, Durchfall.

Bei Kaninchen, die ganzjährig im Freien gehalten werden, ist feuchtes und nasses Futter kein Problem. Sie sind es gewöhnt, nasses Wiesengras zu fressen. Aber auch hier gilt: Futterumstellungen, z.B. auf Trockenfutter, immer langsam durchführen!

Dasselbe gilt natürlich auch für die Abgewöhnung jeglichen Futters.

Jede Futterumstellung (auch die Abgewöhnung von Futter) muss langsam und schrittweise erfolgen!

11. Kräuterkunde ^

... oder kleine Hexentricks zum Wohlbefinden unserer Lieblinge =)
Mit vielen Kräutern kann man einige kleinere Gesundheitsstörungen ganz natürlich lindern oder sogar beheben.

Achtung: Keine Selbstversuche bei Zweifeln oder schwereren Erkrankungen am Kaninchen durchführen. Auch wenn sich das Krankheitsbild nicht bessert oder gar verschlimmert, sollte unbeding ein Tierarzt besucht werden.

--> Birke

Wirkstoffe:
Gerbstoffe, ätherische Öle, Flavonoide, Bitterstoffe und Saponine, Vitamin-C, Gerbstoffe

Wirkung:
Stark harntreibend (diuretisch), nierenanregend, Anregung des Stoffwechsels;
bei Blasenentzündung oder anderen Harnwegerkrankungen

Übrigens:
Birkenzweige werden von vielen Kaninchen gerne gefressen.
Es sind keine Nierenreizungen bei einer Langzeitanwendung zu befürchten.

--> Brennesselblätter

Wirkstoffe:
Vitamin-D, Mineralsalze, Carotinoide, Beta-Sitosterine, Kieselsäure, Silizium, Kalium, uvm.

Wirkung:
Harntreibend, reinigend und entgiftend, Anregung des Stoffwechsels, Förderung der Verdauung, Stärkung des Knochenbaus bei Jungtieren (Vitamin-D), Anregung der Milchbildung bei säugenden Muttertieren

Übrigens:
Brennesselblätter sollten erst ein bis zwei Tage welken, bevor sie verfüttert werden.

Achtung:
Bei Überdosierung können aufgrund der harntreibenden Wirkung Nierenschäden auftreten!

--> Brombeerblätter, Himbeerbätter

Wirkstoffe:
Gerbstoffe, organische Säuren, Flavonoide

Wirkung:
Gegen leichten Durchfall oder entzündete Schleimhäute


--> Dill

Wirkstoffe:
Ätherisches Öl

Wirkung:
Appetitanregend, Anregung der Milchbildung bei säugenden Muttertieren;
gegen Blähngen

--> Ebereschenbeeren

Wirkstoffe:
Vitamine  (vor allem Vitamin-C), organische Säuren, ätherisches Öl, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Sorbit, Parasorbin

Wirkung:
Getrocknet als Tee gegen Magenbeschwerden


--> Fichte

Wirkstoffe:
Vitamin-C, Provitamin-A, ätherische Öle

Wirkung:
Entzündungshemmend, schleimlösend, keimtötend, stärkend

--> Gänseblümchen

Wirkstoffe:
Saponine, Bitterstoffe, Gerbstoffe, ätherische Öle (geringe Menge), Flavone

Wirkung:
Stoffwechselanregend, appetitfördernd, schmerz- und krampflösend, blutreinigend;
fördert die Wundheilung bei Entzündungen der Haut und Schleimhaut

--> Heidelbeeren

Wirkstoffe:
Gerbstoffe, Flavonoide, Mineralstoffe, Fruchtsäure, Vitamine, Zucker

Wirkung:
Getrocknet gegen Durchfall


Achtung:
Frische Heidelbeeren können Durchfall verursachen!


--> Hopfenblüten

Wirkstoffe:
Bitterstoffe, Harzsubstanzen, Humulon, Lupulon, ätherische Öle, Mineralstoffe, Flavonoide

Wirkung:
Beruhigend, appetitanregend

-->Johanniskraut

Wirkstoffe:
Hypericin, Ätherische Öle, Flavonoide, Harze, Gerbstoffe, Rhodan, Phlobaphene

Wirkung:
Beruhigend, kreislaufstabilisierend
, desinfizierend, schmerzstillend, wundheilend, gewebebildend

Übrigens:
Als Tee, bzw. wenn das Kraut verfüttert wird, wirkt es bei Nervosität, Depressionen, nervöser Unruhe, nervöser Erschöpfung, Appetitlosigkeit


Achtung:
Johanniskraut macht lichtempfindlich, bei Anwendung pralle Sonne meiden!


--> Kamille

Wirkstoffe:
Ätherische Öle, Chamazulen Bisabolol, Bitterstoffe, Cumarin, Flavonglykoside, Cholin, Schwefel, Kalzium

Wirkung:
Krampfstillend, entzündungshemmend, beruhigend, austrocknend, blähungshemmend, wundheilend;
innerliches Haupteinsatzgebiet im Magen-/ Darmbereich

Achtung:
Kann aufgrund der entkrampfenden Wirkung vorzeitige Wehen auslösen, darf nicht im Auge angewendet werden (führt zur Austrocknung und somit Erblindung des Auges!)

-->Knoblauch

Wirkstoffe:
Allicin, Vit. A, B1, Nicotinsäureamid, Vit. C, Fermente, Cholin, Rhodanwasserstoffsäure, Jod

Wirkung:
Gegen Blähungen, spastische Schmerzzustände, entspannend, antibiotische Eigenschaften

Übrigens:
Manche Ungeziefer (Milben z. B.) meiden Tiere, die nach Knoblauch riechen.


--> Löwenzahn

Wirkstoffe:
Bitterstoffe, Taraxin, Sterole, Phenolkarbonsäure, Kumarin, Flavonoide, Inulin, Kalium

Wirkung:
Anregung des Drüsensystems, entschlackend, blutreinigend, stoffwechselanregend, harntreibend, appetitanregend, magenstärked, verdauungsfördernd, leberstärkend, Anregung der Milchbildung bei säugenden Muttertieren;
bei Leber- und Gallenerkrankungen, Magen- und Darmbeschwerden, Blähungen, Verdauungsbeschwerden

Achtung:
Zu viel Löwenzahn kann eine Blasenentzündung verursachen!

--> Thymian

Wirkung:
Entzündungshemmend, schleimlösend, stärkend, desinfizierend, verdauungsfördernd;
hilft bei Erkrankungen der Atemorgane wie Schnupfen, Erkältungen, Bronchitis. Er hat eine natürliche Antibiotikum-Wirkung, stärkt aber gleichzeitig das Immunsystem - im Gegensatz zu den echten Antibiotika, die durch die Zerstörung der Darmflora immunschwächend wirken.


--> Weidenblätter

Wirkstoffe:
Glykosid Salicin, Gerbstoffe

Wirkung:
Fiebersenkend, entzündungshemmend, schmerzstillend;
bei chronischen Leiden

12. Was ist eigentlich Nagermalt? ^

Kaninchen, besonders langhaarige, nehmen durch die Fellpflege abgestorbene Haare auf. Besonders während des Fellwechsels oder bei "Heumuffeln" kann das ein Problem werden, da sich die Haare im Magen ansammeln können und als sogenannte "Haarballen" im Magen oder Darm liegen. Dies kann unter Umständen zu einem Magen- oder Darmverschluss kommen, was für das Tier zum Tod führen kann.

Um dem vorzubeugen ist es sehr empfehlenswert, dem Kaninchen ca. 3 Mal in der Woche 1-2 cm Nagermalt (nicht Maltpaste für Katzen!) zu verabreichen.
Liegen schon deutliche Anzeichen auf zu viel Fell im Magen vor (Kotketten, Kot mit Haaren, kleinere und harte Kotkügelchen, Futterweigerung), sollte man zweimal täglich 1-2 cm verabreichen. Doch vorsicht wenn du dir nicht sicher bist, denn Futterverweigerung kann auch andere Gründe haben, also in diesem Fall lieber schnell ab zum Tierarzt!

Nagermalt ist leicht ölig und legt sich wie ein Film um die Haare, damit diese leichter ausgeschieden werden können.Man sollte aber darauf achten, dem Kaninchen nicht zu viel davon zu geben, da dies zu Durchfall führen kann.

Die meisten Kaninchen lieben Nagermalt, doch es gibt auch manche, die es überhaupt nicht gerne fressen. Dann muss man das Kaninchen "überlisten", indem man die gleiche Menge Maltpaste dem Lieblingsfutter beimischt oder sie auf Leckerchen streicht.

Es gibt verschiedene Sorten von Nagermalt.
Besonders beliebt ist offenbar das "Apfel Plus C Nagermalt" von mucki, unsere beiden Kaninchen sind ganz wild darauf. Auch von anderen Besitzern haben wir nur Positives über dieses Malt gehört.
Bisher haben wir es aber leider noch nicht in Zoofachgeschäften entdeckt, aber man kann es in Onlineshops bestellen.
In Onlineshops gibt es Nagermalt zu kaufen: Links » Onlineshops.

Und so sieht das Nagermalt, das mit Äpfeln angereichert ist, aus:

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