[an error occurred while processing this directive]

Beschäftigung

1. Wie schlau sind Kaninchen wirklich?^

Das ist die Frage, die sich viele Kaninchenhalter stellen. Viele denken, Kaninchen seien nicht besonders intelligent. Doch dies ist ein Irrglaube! Sicher, Kaninchen sind nicht so schlau wie ein Hund oder eine Katze, aber ganz dumm sind die Kleinen trotzdem nicht!

Ein Beispiel, das vielen Kaninchenhaltern bekannt vorkommen wird:
Am frühen Morgen wachst du durch das laute Nagen und Buddeln des Kaninchens in seinem Käfig auf. Schlaftrunken guckst du auf die Uhr und siehst, dass es erst halb sieben ist! Trotzdem beschließt du, aufzustehen, ins Zimmer nebenan zu gehen und dem Kaninchen doch sein morgendliches Futter zu geben, damit es mit dem Krach aufhört. Ein fataler Fehler, wie sich später herausstellen wird. Am nächsten Tag hörst du um die selbe Uhrzeit etwas im Nebenzimmer buddeln und nagen. Und schon ist es passiert: Das Kaninchen hat den Menschen erzogen und verlangt sein Futter immer um die selbe Uhrzeit - als hätte es eine Uhr in seinem Käfig!
Diese Genauigkeit was die Zeit und Fütterung angeht, ist ziemlich beeindruckend. Die Kaninchen haben eine sehr gute innere Uhr.

Doch das ist nicht das einzige, was sich Kaninchen ganz genau merken können. Wenn du möchtest, kannst du deinen Tieren auch kleine Tricks beibringen! Die Kaninchen lernen übrigens auch voneinander durchs Zusehen. Alle Tricks, die wir unserer Tapsi beigebracht haben, kann inzwischen auch schon Klopfer, nachdem er sich Tapsis Verhalten abgeguckt hat. 

Einen Trick, den ein Kaninchen erst einmal gelernt und verinnerlicht hat, wird es so schnell nicht mehr vergessen. Hier zeigt sich, dass die Kaninchen doch ein ziemlich gutes Gedächtnis besitzen. Noch viel mehr können sich Kaninchen übrigens schlechte Erfahrungen merken! Dies sichert den Tieren auch in der freien Natur ihr Überleben.

2. Kunststücke^

"Bei Fuß!" - dieser Befehl wird zwar von jedem Kaninchen ignoriert werden, dennoch ist es möglich, dem Kaninchen andere, kleine Kunststücke beizubringen.

Bringt man einem Kaninchen ein Kunststück bei, sollte man aber bedenken, dass die Tiere schnell ungeduldig werden und ihre Konzentration nach ein paar Minuten nachlässt. Sie sind eben nicht dafür geschaffen, so wie beispielsweise Hunde, ausdauernd zu lernen und viele Kunststücke zu trainieren. Daher gilt es unbedingt, das Kaninchen nicht zu überfordern und es in Ruhe lassen, wenn es gerade keine Lust dazu hat. Denn die Tricks sollen ja vor allem den Kaninchen, und nicht nur dem Menschen beim Zusehen, Spass machen.

Es empfiehlt sich übrigens, dem Kaninchen während der Tricks die Leckerchen zu geben, die es besonders gerne mag. Ganz wichtig ist es, dass diese gesund sind und nicht dick machen. Am besten geeignet sind zum Beispiel getrocknete Karottenscheibchen.

Alle Kunststücke sollte man mehrmals hintereinander wiederholen, bis das Kaninchen sie gut beherrscht. Erst dann kann es den Trick auch das nächste mal wieder richtig machen.

Doch was kann man seinem kleinen Wollknäuel nun beibringen? Wir haben uns ein paar Tricks für unsere beiden überlegt und diese mit ihnen einstudiert. Damit man sieht, dass sie alle Kunststücke beherrschen, haben wir ein paar Beweisvideos gedreht. Alle folgenden Tricks sollten für kein Kaninchen ein großes Problem darstellen:

Männchenmachen:

Das klassische und wohl am meisten angewandte Kunststück ist das "Männchenmachen".
Das Leckerchen wird über den Kopf des Kaninchens gehalten. So wird es animiert, sich nach diesem zu strecken und sich seine Belohnung zu holen.

BIld kann nicht angezeigt werden

Glockenklingeln:

Ein Trick, der ebenfalls gut funktioniert, ist das Klingeln mit einer solchen Glocke:

BIld kann nicht angezeigt werden

Man bindet eine dicke Schnur an eine kleine Glocke, legt diese vor die Nase des Kaninchens und wartet ab, was geschieht. Das Kaninchen wird sich erst einmal fragen, was man mit diesem Gegenstand machen kann und ihn beschnuppern. Warte solange ab, bis das Kaninchen die Glocke an der weißen Schnur kurz mit dem Mund hochhebt und wieder fallen lässt, erst dann bekommt es ein Leckerchen. Dies wird einen klingelnden Ton verursachen und genau das ist das Ziel des Tricks! Mit der Zeit geht dem Kaninchen ein Licht auf und es wird solange klingeln, bis du ihm die Glocke wegnimmst oder bis es keinen Hunger mehr hat :)

Bitte "Flash Player" downloaden und installieren um dieses Video zu sehen.


Behälterdeckel öffnen:

Dieser Trick funktioniert natürlich nur, wenn der Behälter mit Leckerchen gefüllt ist, der Deckel nur leicht draufgelegt wurde und das Kaninchen diesen gut mit den Zähnen greifen kann. Der Behälter sollte außerdem nicht viel größer als das Kaninchen selbst sein. Dann wird der Behälter mit den Leckerchen vor die Nase des Kaninchens gestellt und der Deckel kurz geöffnet, sodass das Kaninchen sehen und riechen kann, dass darin etwas Leckeres versteckt ist. Dann den Deckel wieder schließen und abwarten, ob das Kaninchen dem Geheimnis des Deckelöffnens auf die Schliche kommt.

Bitte "Flash Player" downloaden und installieren um dieses Video zu sehen.

3. Beschäftigungsgegenstände ^

Die Beschäftigung von Kaninchen ist nicht nur ein Thema bei der Innenhaltung. Auch bei der Außenhaltung kann man das Geschick der Tiere mit Spielsachen trainieren. Wenngleich die Tiere in der Außenhaltung wesentlich weniger Beschäftigungsgegenstände brauchen, als Tiere in der Innenhaltung. Denn draußen haben sie genügend Platz zum Laufen, buddeln usw. und beschäftigen sich mehr selbst.

Anders ist dies natürlich bei der Innenhaltung. Damit deinem Kaninchen im Käfig und Gehege nie langweilig wird, gibt es verschiedene Möglichkeiten, es zu beschäftigen. Die folgenden Vorschläge haben wir alle selbst getestet und auch du kannst sie mit etwas Kreativität ganz leicht nachmachen, oder in Onlineshops oder Zoofachgeschäften kaufen:

Gegenstände aus dem Haushalt zum Selbermachen:


--> Küchenrolle

Die leere Küchenrolle wird mit gesunden Leckerchen gefüllt und an beiden Enden mit etwas Heu zugestopft. Am Ende noch ein paar Löcher in die Rolle machen, sodass das Kaninchen die Rolle mit den Zähnen fassen kann.

-->Leckerchenpendel

An eine Schnur ein Leckerchen befestigen (z.B. Apfelstückchen) und dann beispielsweise an der Käfigdecke anbinden. Es ist nicht einfach für das Kaninchen, daran zu nagen, da das Pendel hin und her schwingt.

Bild kann nicht angezeigt werdne

--> Leckerchenleine

Die Leckerchenleine wird an zwei Gegenständen so befestigt, dass sich das Kaninchen strecken muss, um die Leckerchen zu erreichen. An ein Ende der Schnur eine Schlaufe machen, damit man die Schnur zum Nachfüllen der Leckerchen abnehmen kann. Dann werden zum Beispiel frische Karotten in Scheiben geschnitten und in die Mitte Löcher hineingemacht. Dann die Schlaufe durch die Karottenlöcher ziehen und am Ende wieder befestigen.

Bild kann nicht angezeigt werden

Gegenstände zum Kaufen:

--> Spieltunnel

Der Spieltunnel wird in das Gehege gelegt und falls nötig befestigt. Die Kaninchen können ihn zum Verstecken oder Durchkriechen benutzen.

Bild kann nicht angezeigt werden

-->Leckerchenkugel

In die Leckerchenkugel kannst du beispielsweise Heu, Salat, Blätter und alles, was dein Kaninchen glücklich macht, füllen.

Bild kann nicht angezeigt werden

4. Spiellandschaft im Zimmergehege ^

Der Freilauf im Zimmer wird besonders interessant, wenn du deinem Kaninchen zusätzlich noch eine Spiellandschaft gestaltest. Manche Anregungen (Knabberbaum, Kletterbrücke) haben wir uns aus diversen Kaninchenbüchern geholt und auch selbst nachgebaut und getestet.
Und so geht`s:

--> Pappkarton
Mehrere Öffnungen und Eingänge hineinschneiden. Perfekt geeignet zum Verstecken und Knabbern.

-->Karton mit Klopapier
Ein Karton gefüllt mit Klopapier lädt zum ausgelassenen Buddeln ein.
Vorsicht, manche Kaninchen benutzen diesen also Toilette!

-->Holzbretter und -leisten
Mit Holzbrettern und -leisten kannst du die einzelnen Gegenstände verbinden. So kann das Zwergkaninchen hinauf- und hinunterlaufen.

-->Kletterbrücke
Die Kletterbrücke ist ein vielfältiger Beschäftigungsgegenstand. Das Kaninchen kann ihn zum Verstecken, als Aussichtspunkt, oder als Hürde benutzen.
(siehe: Bauanleitungen)

-->Unterschlupf / Häuschen
Ein Häuschen zum Zurückziehen sollte in keinem Gehege fehlen und wird immer gerne benutzt. Im Zimmergehege kann dies größer ausfallen als in einem normalen Kaninchenkäfig.
(siehe: Bauanleitungen)

-->Knabberbaum
Der Knabberbaum ist die willkommene Alternative zum Futternapf. In dessen Öffnungen werden Leckerchen hineingesteckt. Das Kaninchen muss sich recken und strecken, um welche zu erbeuten. 
(siehe: Bauanleitungen)

Achtung:
Achte immer darauf, dass alle Gegenstände sicher sind. Denn hat der Zwerg einmal schlechte Erfahrungen damit gemacht, wird er sie sicher nicht mehr benutzen!

Tipp:
Leckerchen, wie beispielsweise getrocknete Karottenscheiben, werden im Zimmer verteilt. So wird das Zwergkaninchen gefordert, nach ihnen zu suchen und dies vertreibt ganz sicher jede Langeweile!


5. Spiellandschaft im Außengehege ^

Bei der Einrichtung eines Außengeheges kann man teilweise auch weiter oben aufgeführte Einrichtungsgegenstände verwenden. Allerdings muss man hier darauf achten, dass manche Gegenstände für draußen ungeeignet sind. Dies gilt z.B. für Pappkartons oder Küchenrollen.

Ansonsten kann man ein Außengehege so schön wie in der freien Natur gestalten:

Dazu kann man Sträucher pflanzen oder lange Zweige in das Gehege legen.
Was hältst du von einem Steinehügel? Dies wäre ein wunderbarer Aussichtspunkt für die Tiere.
Aus großen Steinen kann man aber auch einen stabilen Unterschlupf bauen.
Auch hohle Baumstämme kommen gut an. Diese eignen sich zum Nagen, Verkriechen, oder Darüberspringen.

© Alle Texte und Bilder unterliegen dem Copyright der Hoppelbande. Das kopieren dieser Seite(n) ist nicht gestattet.